Die erbliche Hyperkeratose der Ballen bein Irish Terrier und Kromfohrländer

Die erbliche Hyperkeratose der Ballen führt zu einer Verdickung und Verhornung der Ballen. Etwa 11 % der Irish Terrier sind Träger der für diese Krankheit verantwortlichen Genmutation. Ein zuverlässiger DNA-Test ermöglicht, den genetischen Status der Zuchttiere zu kennen und entsprechende Zuchtentscheidungen zu treffen, um die Geburt von kranken Welpen und die Ausbreitung des Problems innerhalb der Rasse zu vermeiden

Eine häufig und früh auftretende Erbkrankheit

Die erbliche Ballenhyperkeratose führt infolge einer abnormen Vermehrung der Hautzellen zu einer Verdickung und Verhornung der Ballen. Zu beobachten ist die Bildung von Hornhaut unter den Ballen aller vier Pfoten. Betroffene Welpen leiden in den schlimmsten Fällen unter schmerzhaften Rissen und Schrunden, die die Bewegungsfreiheit empfindlich einschränken. In einigen Fällen sind Probleme beim Krallenwachstum oder Fellveränderungen zu beobachten. Die ersten Symptome treten im Alter von 4 bis 9 Monaten auf.

In Europa sind durchschnittlich 11 % der Irish Terrier Träger der Genmutation, die für die erbliche Hyperkeratose der Ballen verantwortlich ist.

Ein Zuchttier, das Anlageträger ist, erkrankt zwar nicht, gibt die Veranlagung aber an 50 % seiner Nachkommen weiter. Ein nicht für die Hyperkeratose der Ballen sensibilisierter Züchter verpaart u.U. Zuchttiere, die Träger der Mutation sind, so dass kranke Welpen zur Welt kommen. Ein Rüde, der Träger der Mutation ist und viele Nachkommen zeugt, verbreitet die Krankheit innerhalb der Rasse und steigert somit nicht nur die Häufigkeit der Mutation, sondern auch die Anzahl betroffener Welpen.

Eine vermeidbare Krankheit

Die vom Team des Professors Tosso Leeb (Universität Bern) in Zusammenarbeit mit ANTAGENE durchgeführten Forschungsarbeiten haben die Entwicklung eines DNA-Tests namens HFH-A (Hereditary Footpad Hyperkeratosis) ermöglicht. Mit diesem DNA-Test kann die erbliche Hyperkeratose der Ballen beim Irish Terrier sowie beim Kromfohrländer mit über 99 %iger Zuverlässigkeit erkannt werden.

Züchter, die ihre Zucht absichern möchten und nicht das Risiko eingehen wollen, dass kranke Welpen geboren werden, können ihre Zuchttiere nun ganz einfach mithilfe des DNA-Tests untersuchen.

Beim Erwerb eines Welpen zu Zuchtzwecken oder beim Einsatz eines Deckrüden prüft der Züchter den genetischen Status des Hundes für die erbliche Ballenhyperkeratose, indem er sich nach dem Ergebnis des DNA-Tests erkundigt.

Ein einfach durchzuführender DNA-Test

Der Tierarzt entnimmt einen einfachen Maulschleimhautabstrich , der an das Labor geschickt wird. Das in nur wenigen Tagen mitgeteilte Ergebnis gibt an, ob der Hund gesund, ein Anlageträger der erblichen Ballenhyperkeratose oder ein an der Erkrankung leidender Merkmalsträger ist. Das in Form eines Gen-Passes mitgeteilte Ergebnis ist als Garantie bei einer Verpaarung oder beim Verkauf eines Welpen zu verwenden.

Ein Züchter, der den genetischen Status seiner Hunde kennt, kann somit seine Zuchttiere auswählen, entsprechende Zuchtentscheidungen treffen, die Geburt kranker Welpen verhindern und die Verbreitung dieser schweren Krankheit innerhalb der Rasse vermeiden.

 

 

Labor ANTAGENE

www.antagene.com